Aktuelle Termine
Bildung inklusive
Neue Kurse ab Februar 2013.

Sophie-Scholl-Schule Hanau
Eröffnung zum Schuljahr 2013/14

Brockenhaus Hanau
Aktuelle Veranstaltungen
und Raumvermietung.
Leistungen für Ihr Unternehmen
Unsere Schreinerei hat sich auf die Schwerpunkte Imkereibedarf und Palettenbau spezialisiert. Andere Serien- oder Einzelanfertigungen erfüllen wir nach Kundenwunsch.

Leistungen für lhr Unternehmen
Zum Beispiel:
Digitaldruck in Farbe und schwarz/weiß

Bildungskonferenz – der neue Baustein zur beruflichen Bildung

Die Berufliche Bildung gilt als zentraler Auftrag der Werkstätten für behinderte Menschen, gewährt sie doch auf besondere Weise die Teilhabe am Arbeitsleben und so letztlich am Leben in der Gemeinschaft. Die Mitarbeiter der Werkstätten werden sowohl für Tätig­keiten im Berufsbildungs- und Arbeitsbereich als auch im Hinblick auf eine Beschäftigungsmöglichkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ausgebildet. Darüber hinaus sind die Persönlichkeitsförderung und Schulungen im lebenspraktischen Bereich ein wichtiger Bestandteil des Werkstattangebots. Langfristig soll es dem Mitarbeiter möglich sein, ein Höchstmaß an Selbständigkeit zu entwickeln.

Aus dem Auftrag Berufliche Bildung entstand das Gesamtkonzept des lebenslangen Lernens, das durch standardisierte Leistungen eine stetige Kompetenzerweiterung und dauerhafte Förderung in einheitlicher Qualität gewährleisten soll.

Nun ist die Entwicklung eines Menschen ein fortwährender, aber eben individueller Prozess. Dies gilt im besonderen Maße für Menschen mit einer Behinderung. Hier greift kein standardisierter Ablaufplan. Dies bedingt vielmehr eine mitarbeiterzentrierte Ausrichtung. Jedes Bildungskonzept muss die Ressourcen und Interessen des Mitarbeiters in ihren Mittelpunkt stellen, wenn es langfristig positive Ergebnisse erzielen soll. Damit wird aber auch deutlich, dass die Kommunikation mit den Mitarbeitern einen besonderen Stellenwert erhält.

Im Rahmen des Projekts Berufliche Bildung ist daher das Instrument der Bildungskonferenz entstanden. Sie ist der erste Grundpfeiler im Prozess Berufliche Bildung, auf dem die Qualifizierung aller Mitarbeiter im Berufsbildungs- und Arbeitsbereich aufbauen wird. Ausgenommen bleiben die Mitarbeiter in den Tagesförderstätten, für die sicherlich ein entsprechendes Instrument entwickelt werden muss. Bereits am Ende des Eingangsverfahrens findet für den Mitarbeiter die erste Bildungskonferenz statt, um den Einstieg in den Rehabilitationsprozess frühzeitig zu planen. Danach wird ein Mal im Jahr mit jedem Mitarbeiter eine Bildungskonferenz durchgeführt.

Die Terminierung und Koordination der Bildungskonferenz übernimmt der soziale Dienst, bei der Durchführung ist der Gruppenleiter federführend. Somit sind an dem Gespräch immer drei, höchstens vier Personen direkt beteiligt. Wenn bereits externe Praktika durchgeführt werden oder ein entsprechender Wunsch seitens des Mitarbeiters geäußert wurde, kann auch eine Fachkraft für berufliche Integration daran teilnehmen. Andere Beteiligte sind denkbar, z. B. der Einrichtungsleiter.

Neben der Begrenzung der Teilnehmerzahl gilt es auch räumlich eine der Situation angemessene Atmosphäre zu schaffen. Dem Mitarbeiter muss vermittelt werden, dass er mit seinen Bedürfnissen und Interessen im Bezug auf seinen beruflichen Werdegang ernst genommen wird und er die Möglichkeit erhält, diese umzusetzen. Werkstatträume, in denen an der Produktion gearbeitet wird, sind nicht geeignet, um sich für die Belange des Mitarbeiters ernsthaft Zeit zu nehmen.

In diesem Gespräch wird für Mitarbeiter und Fachkräfte im ersten Teil die Möglichkeit geschaffen, einen Überblick über die aktuelle Situation und die bisherige Entwicklung des Mitarbeiters zu gewinnen. Es werden die Ressourcen und die Beeinträchtigungen erörtert, um mögliche Förderziele herauszufinden und entsprechende Maßnahmen vorzuschlagen. Diese werden selbstverständlich mit den Interessen, Wünschen und Neigungen des Mitarbeiters abgestimmt.

Inhalte und Ergebnisse der Bildungskonferenz werden dokumentiert und die Vereinbarungen als verbindlich von allen Beteiligten unterzeichnet. In der Folgeplanung werden auch die bisher durchgeführten Maßnahmen auf ihre Effektivität, die verfolgten Ziele auf ihren Erfolg hin überprüft. Dies gibt dem Mitarbeiter die Möglichkeit, seine eigenen Fortschritte zu erkennen und motiviert ihn selbst neue Perspektiven zu entdecken. Da der Mit­arbeiter an der Ent­schei­dungsfindung maßgeblich beteiligt wird, ist er darüber hinaus in seiner Eigenverantwortung gefordert. Dieses Vorgehen könnte im Ergebnis bewirken, ein höheres Maß an Zufriedenheit und Identifikation mit dem Tätigkeitsfeld zu erreichen.

Seit Anfang 2007 wurden die Bildungskonferenzen in den Werkstätten Schlüchtern, Hanau-Steinheim, Langenselbold und Altenhaßlau schrittweise eingeführt. Ziel ist es, bis zum Ende des Jahres für alle Mitarbeiter eine solche einzuberufen. Mit diesem Instrument erhält ein jährlich stattfindendes Fördergespräch einen besonderen Stellenwert. Damit wird deutlich, dass die beteiligten Fachkräfte in der Gesprächsführung professionell geschult sein müssen. Dies gilt im Besonderen, wenn Mitarbeiter einer unterstützten Kommunikation bedürfen. Folglich muss auch für die Angestellten der Werkstätten ein vielfältiges Fortbildungsangebot geschaffen werden.

Dies ist nur eine von vielen Herausforderungen, die das Projekt Berufliche Bildung mit sich bringt. Von weiteren wird zu gegebener Zeit berichtet.

Jahresbericht 2011
Hofgut Marjoß
Bio-Lebensmittel vom Hofgut Marjoß. Der reine Genuss!